Beendigung der Personalgestellung in den Kitas


Die Entscheidung über die Personalgestellung unserer KITA-Mitarbeiterinnen war ein Dilemma. Egal wie die Abstimmung ausgefallen wäre, hatte es Nachteile bzw. Verlierer gegeben. Wie wägt man die Verantwortung für die eigenen Mitarbeiterinnen mit den drohenden Zusatzkosten für die ab 01.01.2023 umsatzsteuerpflichtige Personalgestellung ab? Die Entscheidung ist unserer Fraktion nicht leichtgefallen.
Wir finden es sehr schade, dass sich die Situation aufgrund der missglückten Kommunikation so zugespitzt hat. Andernfalls wäre vielleicht eine einvernehmliche Lösung möglich gewesen. So ist nun leider viel Vertrauen bei den Mitarbeiterinnen verloren gegangen.
Die ursprüngliche Hoffnung aller Beteiligten auf eine höhere Zufriedenheit durch die Übergabe des KITA-Betriebs hat sich leider nicht erfüllt. Daher haben wir als Kompromiss vorgeschlagen, einen Teil unserer Einrichtungen mit dem eigenen Personal zu führen. So hätten wir unser langjähriges Personal behalten können und es wäre keine Umsatzsteuer abzuführen. Für die vertragliche Vereinbarung hätte sich mit dem Träger sicher eine Lösung finden lassen, wenn der politische Wille hierzu vorhanden gewesen wäre. Leider fand sich im Gemeinderat hierfür keine Mehrheit, sodass gegen unsere Stimmen beschlossen wurde, die Personalgestellung an die Johanniter Unfall Hilfe zu beenden.
Die Mitarbeiterinnen, die sich gegen den Wechsel zur Johanniter Unfall Hilfe entschieden haben, werden in unseren KITAs eine große Lücke hinterlassen. Beim aktuellen Fachkräftemangel wird es sehr schwer werden, diese zu ersetzen, wenn es überhaupt möglich sein wird.