Langgasse wird verkehrsberuhigter Bereich

In der Gemeinderatssitzung am 11.10.2022 wurde bekannt gegeben, dass die Langgasse zukünftig als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden soll. Grundsätzliche Voraussetzungen für einen verkehrsberuhigten Bereich sind:

1. viele spielende Kinder

2. keine Gehwege, denn die Fahrbahn darf von allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt benutzt werden

3. bauliche Begrenzungen durch Blumenkübel, Verkehrsinseln oder Bäume.

 

Wir sind der Meinung, dass es andere Straßenabschnitte in Güntersleben gäbe, für welche die Voraussetzungen eindeutiger zutreffen (z.B. Eingangsbereich Grundschule) und sehen sie in der Langgasse nicht gegeben. Die Anwohner der Langgasse stellten einen entsprechenden Antrag und dieser fand im Gemeinderat eine Mehrheit. Unser Vorschlag einer Erweiterung der 20er Zone, wie sie bereits in der Thüngersheimer Straße besteht, wurde abgelehnt. Dies bedeutet, dass alle Bürgerinnen und Bürgern eine wichtige Zufahrtsstraße zu Kirche, Friedhof, Tagespflege und Kindergarten nur noch sehr eingeschränkt nutzen können.


Naturkindergarten

Erhebliche Kostensteigerungen beim Bau des Naturkindergartens


Immer wieder beschäftigte sich der Gemeinderat in den vergangenen Jahren mit den Planungen zum Naturkindergarten. Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass die Mittel eines zusätzlichen Förderprogramms inzwischen erschöpft waren. Bereits zu diesem Zeitpunkt haben wir uns dagegen ausgesprochen, das Projekt umzusetzen, egal wie teuer es für die Gemeinde werden würde.

 

Der Naturkindergarten ist ein pädagogisch wertvolles Konzept, in das alle Beteiligten schon sehr viel Zeit, Energie und Herzblut gesteckt haben. Am Ende müssen wir im Gemeinderat jedoch im Interesse aller Günterslebener Bürgerinnen und Bürger entscheiden und abwägen, ob die Vorteile des innovativen Konzepts die sehr hohen Kosten rechtfertigen.

 

Zu Beginn lag die Kostenschätzung bei 700.000,- Euro und es wurde mit einer Förderung von ca. 400.000,- Euro gerechnet. Eine aktuelle Kalkulation (April 2022) geht von Kosten in Höhe von 1.600.000,- Euro aus. Es wird gleichzeitig darauf hingewiesen, dass diese noch auf bis zu 2.000.000,- Euro ansteigen könnten. Mit der Kostenmehrung ist keine Erhöhung der Förderung verbunden. Diese verbleibt bei 240.000,- Euro. In den Folgejahren würde der höhere Personaleinsatz für die einzelne Kindergartengruppe mit 25 Kindern zusätzlich zu Mehrkosten bei den Personalausgaben führen.

 

Im Vergleich hierzu belaufen sich die Baukosten für den Umbau des Hortes für 100 Kinder auf voraussichtlich 1.400.000,- Euro zuzüglich Planungskosten. Dazu wird das Dachgeschoss im Haus der Generationen ausgebaut und mit einem neuen Anbau ergänzt. Hier haben wir zudem das Glück, dass wir mit einer sehr hohen Förderung von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten rechnen können.

 

Aus unserer Sicht ist es wirtschaftlich nicht vertretbar, diesen Naturkindergarten zu den genannten Konditionen mit öffentlichen Geldern zu bauen. Deshalb haben wir gegen die Fortführung des Projektes gestimmt.