Problematische Situation in den Kindertagesstätten


Liebe Bürgerinnen und Bürger von Güntersleben,

 

im Juli 2017 legte Bürgermeister Joßberger aktuelle Zahlen für das Kindergartenjahr 2017 / 2018 vor:

·         150 reguläre Kindergartenplätze,
 max. 168 mit Überbelegungsplätzen, d. h. 28 Kinder je Gruppe

·         Voraussichtlicher Bedarf: 190 – 195 Plätze

  

Diese Zahlen wurden im Dezember 2017 und im April 2018 von Bürgermeisterin Schömig noch einmal bestätigt („Wir brauchen mehr Räume für weitere Gruppen“).


Seitdem gibt es keine konkreten Ergebnisse und Lösungen.

 

 

Position der CSU war und ist, eine neue, dritte Kindertagesstätte im Westen der Ortschaft zu errichten, wenn möglich mit einer Senioreneinrichtung.

 

Waldkindergarten – Entlastung?

Bürgermeisterin Schömig: „Der Verein Familiendorf Würzburg will Waldkindergarten einrichten und betreiben.“ Die Gemeinde müsse einen geeigneten Platz und einen „Bauwagen“ stellen.

Im April 2018 beschließt der Gemeinderat, dass zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Waldkindergarten errichtet werden soll.

Nachdem mehrere Angebote von verschiedenen Herstellern eingeholt wurden, wird der Auftrag für den Bauwagen an den günstigsten Anbieter für 60.000 € vergeben.

Es wird beschlossen, dass die Einrichtung des Waldkindergartens und die Beschaffung des Bauwagens nur bei einer ausreichenden Anzahl von zwölf Anmeldungen weiterverfolgt werden soll.

Erst wurde von neun verbindlichen Anmeldungen für den Waldkindergarten gesprochen. Plötzlich waren es nur noch drei Anmeldungen. Wie es zu diesem drastischen Rückgang kam, darüber gab es widersprüchliche Aussagen.

Die Bestellung des Bauwagens wurde am 28.05.2018 für 60.000 € veranlasst und später wieder „vorläufig gestoppt“.

 

Im September 2018 informierte Bürgermeisterin Schömig den Gemeinderat:

  •  KEIN WALDKINDERGARTEN! Alles zurück auf NULL!
  •  „Verein Familiendorf Würzburg muss sein Vorhaben aufgeben“.
  • „Es lag nicht an der Gemeinde.“

 

Wir sagen: Man war nicht in der Lage die Anmeldungen für den Waldkindergarten zu „managen“.

 

Ein Jahr nach Antritt der Bürgermeisterin ist außer der Nutzung von Überbelegungsplätzen kein einziger neuer Betreuungsplatz geschaffen worden.

 

NEUE Kindertagesstätte – Fehlanzeige!

Im Mai / Juni 2018 plant Bürgermeisterin Schömig die „dringend notwendige dritte Kindertagesstätte“ einem privaten Träger zu übergeben.

Es wurden vier freie Träger zu den Gemeinderatssitzungen eingeladen, die Kindertagesstätten betreiben (Johanniter, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas und AWO).

Der Gemeinderat hatte jedoch bislang noch keinen Beschluss gefasst, wie, wann und wo eine neue Kindertagesstätte überhaupt entstehen soll.

Alle vier Träger stellten sich in den folgenden Gemeinderatssitzungen mit ihrem Konzept für eine Kindertagesstätte vor. Dabei ging es nur um die „NEUE“ Kindertagesstätte.

Es wurde ausdrücklich festgehalten, dass die bestehenden Einrichtungen unverändert in Gemeindehand bleiben sollten.

 

Wir fragen: Warum sucht die Gemeinde einen Betreiber, wenn nicht einmal darüber gesprochen wurde, wie, wann und wo die neue Einrichtung errichtet werden soll?

Die Fraktion der CSU hatte zu diesem Zeitpunkt nur der Abgabe einer neuen Kindertageseinrichtung an die Johanniter zugestimmt.

 

Ende 2018: Außer einer „Übergangsgruppe“ (= Notgruppe), sind immer noch keine zusätzlichen Betreuungsplätze geschaffen!
Entschlossenheit und Gestaltungswille sehen anders aus.

 

 

Abgabe der bestehenden Einrichtungen an einen privaten Träger

Im Januar 2019 dann die völlig überraschende Kehrtwende der Bürgermeisterin:

 

„Alle bestehenden Einrichtungen sollen samt Personal an die Johanniter abgegeben werden.“ Begründung: „Die können das besser.“

 

Unsere CSU-Gemeinderäte haben der Übergabe mit sehr deutlicher Kritik an dem bisherigen Ablauf und mit erheblichen Bauchschmerzen zugestimmt. Dies wurde auch in den Gemeinderatssitzungen klar zum Ausdruck gebracht. Diese Entscheidung wurde aus der Not heraus, überstürzt herbeigeführt.

Wir hoffen, durch die Übergabe an den neuen Träger, wird die unerträgliche Situation für Kinder und Eltern verbessert.

 

Dies umso mehr, da sich Kündigungen und krankheitsbedingter Ausfall des überlasteten Personals der Kindertagesstätten häuften.

Aber: Den Interessen des langjährigen, sehr guten und zuverlässigen Personals muss Rechnung getragen werden.

Betroffen sind über 40 Mitarbeiter/-innen der Gemeinde, die teilweise schon seit Jahrzenten in den Einrichtungen sehr engagiert tätig sind.

Wir müssen und werden die Vertragsausgestaltung konstruktiv und kritisch begleiten.

Die Führung der Gemeinde hat als Träger versagt.

 

„WIR KÖNNEN KINDERGARTEN NICHT – ALSO WEG DAMIT!“

 

Fazit:

  •  Die Schaffung von Kindergartenplätzen, Gebäuden und deren Ausstattung verbleiben im Verantwortungsbereich der Gemeinde.
  • Der Betrieb der Kindertagesstätten wird ab September 2019 an die Johanniter übergeben. Einen Vertrag gibt es noch nicht.
  • Beide Kindergärten sind weiterhin bis auf den letzten Platz belegt.
  • Es gibt Ende Februar 2019 immer noch keine neuen Betreuungsplätze.
  • Es gibt nur Absichtserklärungen. 

Naturkindergarten/ Waldkindergarten

Jetzt also sollen zwei alternative Formen der Kinderbetreuung kurzfristige Entlastung bringen: Naturkindergarten und Waldkindergarten.

Diese Ideen gab es doch schon einmal…

Für den Waldkindergarten entstehen durch die Verzögerung und unvollständigen Planungen bei der Bestellung des Bauwagens Mehrkosten von 15.000 € (von 60.000 € auf 75.000 €).

 

Der Naturkindergarten, der auf einem Aussiedlerhof errichtet werden soll, ist nur für eine Gruppe ausgelegt.
Das hierfür geplante Holzhaus (auf fremden Grund) soll sich auf Kosten von 700.000 € belaufen.

Sind diese Kosten für eine einzige Gruppe angemessen?

 

Wir sagen: Nein!


Kurzfristige Notlösungen werden angeboten, weil dem Gemeinderat über 20 Monate hinweg kein in die Zukunft gerichteter, entscheidungsreifer Vorschlag unterbreitet wurde.

 

Wir brauchen noch mehr Betreuungsplätze.
Wir brauchen die dritte Kindertageseinrichtung im Ort.

 

Und was ist mit Kinderkrippe und Mittagsbetreuung?

Da hilft auch die Dorfchronik ab 1873, wie zuletzt in der Dorfzeitung ausgeführt, nicht weiter.

 

Es ist zu befürchten: DAS CHAOS GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE.

 

Wir bleiben dran und berichten für Sie weiter.

 

 

Ihr CSU-Ortsverband Güntersleben

 


Anmerkung:

Alle verwendeten Zitate und Zahlen stammen aus Veröffentlichungen der Gemeinde Güntersleben und Presseberichten der Main-Post, welche die Gemeinde autorisierte.